Smart Democracy – Veranstaltungsreihe zu Digitalisierung und Gesellschaftspolitik

Wird die Arbeitslosigkeit durch die Digitalisierung ansteigen oder entstehen ausreichend neue Berufe, die diese Entwicklung ausgleichen? Wie verändert sich politische Beteiligung durch das Digitale? Wie verändern sich Lernprozesse durch digitale Medien und wer profitiert und wer verliert am stärksten durch digitale Bildung? In der Veranstaltungsreihe „Smart Democracy“ gehen Fachleute diesen und anderen Fragen auf den Grund.

Smart Democracy 2019

Folgende Veranstaltungen werden im Rahmen der Reihe aktuell im Live-Stream und als Online-Kurse an Volkshochschulen im ganzen Bundesgebiet angeboten:

Donnerstag, 21. November 2019, ab 19 Uhr (Livestream aus der vhs Eschweiler)

Die gespaltene Republik – Bedroht Rechtspopulismus den gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Unsere Gesellschaft driftet auseinander – dies ist zumindest das Gefühl vieler Menschen und auch in den Medien immer wieder zu hören. Vor allem bei den Themen Migration und Integration verhärten sich die gegensätzlichen Standpunkte: sachliche Auseinandersetzungen mit Andersdenkenden kommen kaum zustande, stattdessen mehren sich Angriffe auf unser demokratisches System, auf die öffentlich-rechtlichen Medien und auf die Vielfalt als Grundlage unseres Zusammenlebens. Die Erfolge populistischer Parteien können dabei als Ausdruck einer zunehmenden Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten gesehen werden.
Im Rahmen der Veranstaltung wird es um grundlegende Fragen gehen: Wie steht es aktuell um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft? Welche sozialen und kulturellen Hintergründe gibt es für den Erfolg von Rechtspopulisten? Wie sind die Ergebnisse der Wahlen im Wahljahr 2019 in diesem Zusammenhang zu bewerten? Wie können wir als Gesellschaft – aber auch als Einzelpersonen – zu mehr Zusammenhalt beitragen?

Referent*innen:

Richard Gebhardt, Politikwissenschaftler und Publizist
Richard Gebhardt ist Politikwissenschaftler, Publizist und Referent in der Erwachsenenbildung. Er erforscht in Kommentaren, Essays, Vorträgen und Workshops bevorzugt die Bruchlinien und Unterströme der politischen Kultur in der Bundesrepublik Deutschland - von den Protesten der "sozialen Bewegung von rechts" bis hin zu den vermeintlich "unpolitischen" Fankulturen des Fußballs. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die "neue", extreme und populistische Rechte in Deutschland.

Prof. Dr. Beate Küpper, Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein
Beate Küpper, Dipl.-Psych, arbeitet zu den Themen Rechtspopulismus, Vorurteile, Diversity und Integration an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Sie ist u.a. Mitglied im Beirat des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (Bundesministerien des Innern und der Justiz/Bundeszentrale für politische Bildung), Reaktionsmitglied der Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ (Wochenschau Verlag) und Koautorin der von der Friedrich-Ebert-Stiftung geförderten, aktuellen „Mitte-Studie“ zu rechtsextremen, rechtspopulistischen und menschenfeindlichen Einstellungen.

Mittwoch, 11. Dezember 2019, ab 19 Uhr

Letzte Rettung fürs Klima? Hinter den Kulissen des Weltklimagipfels

Vom 2. bis zum 13. Dezember findet die nächste Weltklimakonferenz (COP) in der chilenischen Hauptstadt Santiago statt. Ziel der Konferenz ist es, den Klimaschutz weltweit voranzutreiben und ärmeren Ländern Unterstützung bei der Anpassung an die Erderwärmung und im Kampf gegen den Klimawandel zu bieten.

Ende 2015 hat sich in Paris die Weltgemeinschaft geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C - möglichst 1,5°C -  zu begrenzen. Dazu müssen alle Länder ambitionierte Schritte unternehmen. Es klafft jedoch eine Lücke zwischen den Klimazielen der Länder und den tatsächlich notwendigen Maßnahmen – die sogenannte "Minderungslücke". Das bedeutet: selbst wenn die Vertragsländer alle geplanten Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, würde dies nicht ausreichen, um den Temperaturanstieg auf zwei – und schon gar nicht auf 1,5 Grad – zu begrenzen. Die Ziele der Pariser Klimakonferenz von 2015 wären damit verfehlt. Wie geht es weiter? Welche Ziele werden mit der Klimakonferenz in Chile verfolgt?

Im Rahmen der Veranstaltung berichten die Referent*innen über die Ziele und aktuellen Ergebnisse der Klimakonferenz in Chile und informieren über die nächsten Schritte.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem WWF.

Referent*innen:

Dr. Renate Treffeisen, Leiterin des "Klimabüros für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg" und Klimawissenschaftlerin am Alfred-Wegener-Institut
Renate Treffeisen ist Umweltingenieurin und arbeitet am Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Sie die Leiterin des Klimabüros für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie ist für den Wissenstransfer im Forschungsverbundes REKLIM (regionale Klimaanpassung) verantwortlich.

Dr. Klaus Grosfeld, Geschäftsführer des REKLIM – Helmholtz-Verbund regionale Klimaänderungen
Klaus Grosfeld studierte Geophysik an der Universität Münster, wo er auch im Bereich der Glazialgeophysik promovierte. Schwerpunkt seiner Arbeiten ist das Eis im Klimasystem und spezielle die Rolle der Schelfeise. In verschiedenen Forschungsprojekten erweiterte er sein Wissen auf den Bereich gekoppelte Erdsystemmodellierung. Seit 2007 ist er am Alfred-Wegener-Institut (AWI) im Fachbereich Klimawissenschaften angestellt und leitet dort seit 2010 als Geschäftsführer den Helmholtz Forschungsverbund "Regionale Klimaänderungen" (REKLIM). Seit 2016 ist er Sprecher im Forschungsprogramm des AWI für den Bereich "Transfer zwischen Forschung und Gesellschaft".

Was ist Smart Democracy?

Alle Veranstaltungen der Reihe werden nach dem gleichen Prinzip geplant: An einer ausgewählten vhs halten ein bzw. zwei Referent*innen einen Impulsvortrag; anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter Einbeziehung von Publikumsfragen. Die Veranstaltung wird via Livestream in andere Volkshochschulen übertragen. Über eine Online-Plattform können Teilnehmende Fragen zum Thema stellen und damit die Diskussion mit den Expertinnen und Experten beeinflussen.

Die Veranstaltungsreihe, eine Initiative des Bundesarbeitskreises Politik–Gesellschaft–Umwelt im Deutschen Volkshochchul-Verband, soll Volkshochschulen dabei unterstützen, unterschiedliche Facetten der Digitalisierung aus gesellschaftspolitischer Perspektive zu betrachten und gleichzeitig die Potenziale digitaler Bildungsformate in der Praxis zu nutzen.

Informationen für Volkshochschulen

Die Veranstaltungen können von Volkshochschulen in unterschiedlichen Formen ins Programm aufgenommen werden:

Live-Webinar als Präsenzveranstaltung in der Volkshochschule
Die vhs bietet die Veranstaltungen als Präsenzveranstaltung an und überträgt den Stream live. Diese Veranstaltung kann durch eine geeignete Moderation vor Ort noch beliebig erweitert werden, um sie attraktiver zu gestalten. Die Moderation kann beispielsweise in das Thema einführen, das Publikum vor Ort einbinden und lokale Bezüge herstellen. Über ein zentral zur Verfügung gestelltes Online-Fragetool können Teilnehmende sich mit inhaltlichen Fragen an der zentralen Veranstaltung beteiligen.

Online-Kurs zur Einzelnutzung durch Teilnehmende
Die vhs bietet eine oder mehrere Veranstaltungen als Online-Kurs an. Die Teilnehmenden melden sich bei ihrer vhs zu der gewünschten Veranstaltung an, und bekommen den Zugangslink zugesendet. Die Teilnehmenden verfolgen die Veranstaltung live zu Hause vor ihrem eigenen PC. Die Teilnehmenden können über ein Online-Fragetool ihre  Fragen in die Veranstaltung einbringen.
Alle Volkshochschulen sind herzlich eingeladen, die geplanten Veranstaltungen in ihr Programm zu übernehmen. 

Die Aufzeichnungen der Veranstaltungen von 2017 stehen auf der vhs.cloud im Netzwerk-Bereich allen Volkshochschulen zur Verfügung. Ergänzende Materialien zu jedem Thema stehen ebenfalls bereit und können für die Gestaltung von Kursen und Veranstaltungen kostenfrei eingesetzt werden.

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