Smart Democracy: Diskurs um den digitalen Raum erweitern

Die innovative Veranstaltungsreihe "Smart Democracy" schafft ab Herbst 2018 erneut Gesprächsräume. Mitorganisator Marco Düsterwald verrät im Interview, welche Chancen das Format für Volkshochschulen bietet.

Referent für Politische Bildung Marco Düsterwald © Landesverband der Volkshochschulen von NRW e.V.

Es geht um die weitreichenden Auswirkungen des digitalen Wandels. Auswirkungen auf die politische Kultur, unser zukünftiges Arbeitsleben, politische Beteiligungsmöglichkeiten oder auf die Zukunft des Lernens. Welche Erwartungen knüpfen Beteiligte an die diesjährige Runde? Die Online-Redaktion fragte nach bei Marco Düsterwald, Referent für Politische Bildung, Erweiterte Lernwelten im Landesverband der Volkshochschulen von NRW.

vhs.digital: Herr Düsterwald, Sie engagieren sich für die neue vhs-Reihe "Smart Democracy". Welche Chancen verbinden Sie mit diesem neuen Format für den Programmbereich der Politischen Bildung? Welche Chancen für die Volkshochschulen?

Marco Düsterwald: Es gibt den Volkshochschulen die Möglichkeit konzentriert bundesweit eine gemeinsame Veranstaltung durchzuführen. Dadurch erhoffen wir uns natürlich eine gemeinsame Identifikationsbasis für die Themen, die wir mit Smart Democracy ansprechen. In der politischen Bildung ist es wichtig, den Teilnehmenden deutlich zu machen, dass lokal besprochene Themen eine bundesweite Bedeutung haben, dass Demokratie vom Diskurs lebt und dass bürgerschaftliche Partizipation in und durch die vhs möglich ist. Volkshochschulen sind der Ort für gelebte Demokratie.

Hier liegt gleichzeitig die Chance für die Arbeit der Volkshochschulen. Wir können mit solchen Veranstaltungen einen weiteren Bildungsort einführen, indem wir den Diskurs um den digitalen Raum erweitern.

vhs.digital: Welche Herausforderungen sind (für die Volkshochschulen) mit der digitalen Veranstaltungsform verbunden?

Düsterwald: Die größte Herausforderung ist wohl die Technische. Eine stabile und sehr schnelle Internetverbindung, starkes W-LAN für die Teilnehmenden sowie die Präsentations- und Übertragungstechnik stellen viele vhs vor große Herausforderungen. Daneben ist es auch eine große Herausforderung zeitgleich eine On- wie Offlinediskussion zu ermöglichen. Dem Moderator einer Veranstaltung kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Schlussendlich müssen Volkshochschulen sich aber trauen, in das kalte Wasser zu springen und Unwägbarkeiten in Kauf zu nehmen. Daran merkt man, dass wir hier Pionierarbeit leisten. Die Gefahr des Scheiterns ist da, aber die Chance, auf Dauer etwas Neues zu schaffen, ist ungleich größer.

vhs.digital: Im vergangenen Herbst fand die erste Staffel der Reihe statt. Was wurde danach für den neuen Durchgang angepasst?

Düsterwald: Wir haben zu der ersten Staffel viele Rückmeldungen bekommen, die zwar überwiegend positiv waren, aber einige Schwachpunkte haben deutlich werden lassen. Verbesserungen wollen wir vor allem in drei Bereichen bei der nächsten Staffel erzielen: Zugang zum Livestream, Online-Partizipation und das Setting der Veranstaltung. Details dazu werden wir noch bekannt geben. Die vhs dürfen also gespannt sein.

Alle Infos zu Smart Democracy


Erschienen am 30. April 2018
Autorin: Ines Nowack, DVV

 
 
 
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